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Durchfall
Mein Vogel hat Durchfall - was ist los? Dies ist eine sorgenvolle Frage, mit der sich Vogelhalter und Papageien Freunde häufig an den Tierarzt wenden. Weil die Ursachen für Durchfall sehr vielfältig sein können, ist es notwendig, den Patienten nicht nur anzusehen sondern sehr genau zu untersuchen. Auch die Beobachtungen, die der Besitzer gemacht hat, können von Bedeutung sein und werden deshalb vom Tierarzt genau erfragt, damit er ein umfassendes Bild von der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung des Patienten erhält. Was bezeichnen wir eigentlich als Durchfall? Das Absetzen ungeformter und meist auch vermehrter Kotmengen wird als Durchfall bezeichnet. Es ist die Folge einer verminderten Flüssigkeitsaufnahme im Darm, d. h. der Futterbrei wird bei seiner Passage durch den Darm nicht genügend eingedickt und bleibt wässrig. Die ist zu unterscheiden von einer vermehrten Urinausscheidung: Ein „vermehrtes Wasserlassen“ ist nicht ein Anzeichen für eine Erkrankung des Darmes, sondern weist oftmals auf eine Erkrankung der Nieren hin. Nachdem geklärt wurde, ob es sich bei den Ausscheidungen um Durchfall oder „vermehrtes Wasserlassen“ handelt, beginnt ein eingehende Untersuchung des Vogels. Dabei wird sein Allgemeinzustand festgestellt: Ist er aufmerksam-interessiert? Hat er ein glatt angelegtes, gepflegtes Gefieder ? Hat er ein klares Auge? Oder ist er apathisch und sitzt mit aufgeplustertem verklebtem Gefieder und eingesunkenen Augen auf der Stange? Dies sind Kriterien, auf die auch Sie als aufmerksamer Papageienhalter tagtäglich achten sollten, wenn Sie Ihren gefiederten Freund beobachten. Der Ernährungszustand wird überprüft, indem die Bemuskelung beurteilt und der Vogel gewogen wird. Oftmals wird erst dabei festgestellt, was durch das schöne Federkleid verborgen war: Der Papagei ist abgemagert und wohl schon länger erkrankt, als der Besitzer vermutete. Während der Tierarzt den Papagei in der Hand hält, wird auch der Bauch untersucht. Dabei kann er eventuell Geschwülste oder Zysten in der Leibeshöhle ertasten. Aufgrund der bei diesen klinischen Untersuchungsmaßnahmen festgestellten Befunde entscheidet der Tierarzt das weitere Vorgehen: Müssen Röntgenkontrastaufnahmen, Blutuntersuchungen oder Laboruntersuchungen durchgeführt werden ? Mit Röntgenbildern können die inneren Organe des Vogels sichtbar gemacht werden: Verschluckte Fremdkörper, Veränderungen der Form, Struktur und Lage der Organe sowie Geschwülste können dargestellt werden. Mit einer Blutuntersuchung kann die Funktionstüchtigkeit der Organe, des Stoffwechsels und des Elektrolythaushaltes beurteilt werden. Im Labor wird der Kot mikroskopisch untersucht. Dabei können unverdaute Nahrungsbestandteile, Würmer, Einzeller, etc. gefunden werden. Das Anlegen von Kulturen dient dem Feststellen von Bakterien und Pilzen im Kot. Bei Verdacht auf Papageienkrankheit oder TBC wird gezielt auf die Erreger der Papageienkrankheit oder Tuberkulose hin untersucht. Manchmal ist es notwendig, das Futter des Patienten mit zu untersuchen. Bedingt durch die langanhaltende Hitze in diesem Sommer mussten wir eine Zunahme von ernährungsbedingten (Brech-) Durchfällen beobachten: Verschimmeltes, vermilbtes, ranziges oder andersartig verdorbenes Futter (falsche Lagerung) kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Die vorangegangene Aufzählung macht deutlich, dass „Durchfälle“ nicht immer leichtzunehmende Erkrankungen sind, die mit „ein bisschen Kohletabletten unters Futter mischen“ gelöst werden. Die einem Papageien mit einem Gewicht von meist weniger als einem Pfund zur Verfügung stehenden Körperreserven sind natürlich relativ begrenzt und schneller verbraucht als bei Hund und Katze. Insbesondere bei tagelang anhaltenden Durchfällen ist eine gezielte Abklärung der Krankheitsursachen notwendig. © Dr. Nina Ungerechts - MVSt, Wildlife Medicine and Husbandry - (Universität Sydney)  
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Mein Vogel hat Durchfall - was ist los? Dies ist eine sorgenvolle Frage, mit der sich Vogelhalter und Papageien Freunde häufig an den Tierarzt wenden. Weil die Ursachen für Durchfall sehr vielfältig sein können, ist es notwendig, den Patienten nicht nur anzusehen sondern sehr genau zu untersuchen. Auch die Beobachtungen, die der Besitzer gemacht hat, können von Bedeutung sein und werden deshalb vom Tierarzt genau erfragt, damit er ein umfassendes Bild von der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung des Patienten erhält. Was bezeichnen wir eigentlich als Durchfall? Das Absetzen ungeformter und meist auch vermehrter Kotmengen wird als Durchfall bezeichnet. Es ist die Folge einer verminderten Flüssigkeitsaufnahme im Darm, d. h. der Futterbrei wird bei seiner Passage durch den Darm nicht genügend eingedickt und bleibt wässrig. Die ist zu unterscheiden von einer vermehrten Urinausscheidung: Ein „vermehrtes Wasserlassen“ ist nicht ein Anzeichen für eine Erkrankung des Darmes, sondern weist oftmals auf eine Erkrankung der Nieren hin. Nachdem geklärt wurde, ob es sich bei den Ausscheidungen um Durchfall oder „vermehrtes Wasserlassen“ handelt, beginnt ein eingehende Untersuchung des Vogels. Dabei wird sein Allgemeinzustand festgestellt: Ist er aufmerksam-interessiert? Hat er ein glatt angelegtes, gepflegtes Gefieder ? Hat er ein klares Auge? Oder ist er apathisch und sitzt mit aufgeplustertem verklebtem Gefieder und eingesunkenen Augen auf der Stange? Dies sind Kriterien, auf die auch Sie als aufmerksamer Papageienhalter tagtäglich achten sollten, wenn Sie Ihren gefiederten Freund beobachten. Der Ernährungszustand wird überprüft, indem die Bemuskelung beurteilt und der Vogel gewogen wird. Oftmals wird erst dabei festgestellt, was durch das schöne Federkleid verborgen war: Der Papagei ist abgemagert und wohl schon länger erkrankt, als der Besitzer vermutete. Während der Tierarzt den Papagei in der Hand hält, wird auch der Bauch untersucht. Dabei kann er eventuell Geschwülste oder Zysten in der Leibeshöhle ertasten. Aufgrund der bei diesen klinischen Untersuchungsmaßnahmen festgestellten Befunde entscheidet der Tierarzt das weitere Vorgehen: Müssen Röntgenkontrastaufnahmen, Blutuntersuchungen oder Laboruntersuchungen durchgeführt werden ? Mit Röntgenbildern können die inneren Organe des Vogels sichtbar gemacht werden: Verschluckte Fremdkörper, Veränderungen der Form, Struktur und Lage der Organe sowie Geschwülste können dargestellt werden. Mit einer Blutuntersuchung kann die Funktionstüchtigkeit der Organe, des Stoffwechsels und des Elektrolythaushaltes beurteilt werden. Im Labor wird der Kot mikroskopisch untersucht. Dabei können unverdaute Nahrungsbestandteile, Würmer, Einzeller, etc. gefunden werden. Das Anlegen von Kulturen dient dem Feststellen von Bakterien und Pilzen im Kot. Bei Verdacht auf Papageienkrankheit oder TBC wird gezielt auf die Erreger der Papageienkrankheit oder Tuberkulose hin untersucht. Manchmal ist es notwendig, das Futter des Patienten mit zu untersuchen. Bedingt durch die langanhaltende Hitze in diesem Sommer mussten wir eine Zunahme von ernährungsbedingten (Brech-) Durchfällen beobachten: Verschimmeltes, vermilbtes, ranziges oder andersartig verdorbenes Futter (falsche Lagerung) kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Die vorangegangene Aufzählung macht deutlich, dass „Durchfälle“ nicht immer leichtzunehmende Erkrankungen sind, die mit „ein bisschen Kohletabletten unters Futter mischen“ gelöst werden. Die einem Papageien mit einem Gewicht von meist weniger als einem Pfund zur Verfügung stehenden Körperreserven sind natürlich relativ begrenzt und schneller verbraucht als bei Hund und Katze. Insbesondere bei tagelang anhaltenden Durchfällen ist eine gezielte Abklärung der Krankheitsursachen notwendig. © Dr. Nina Ungerechts - MVSt, Wildlife Medicine and Husbandry - (Universität Sydney)  
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Mein Vogel hat Durchfall - was ist los? Dies ist eine sorgenvolle Frage, mit der sich Vogelhalter und Papageien Freunde häufig an den Tierarzt wenden. Weil die Ursachen für Durchfall sehr vielfältig sein können, ist es notwendig, den Patienten nicht nur anzusehen sondern sehr genau zu untersuchen. Auch die Beobachtungen, die der Besitzer gemacht hat, können von Bedeutung sein und werden deshalb vom Tierarzt genau erfragt, damit er ein umfassendes Bild von der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung des Patienten erhält. Was bezeichnen wir eigentlich als Durchfall? Das Absetzen ungeformter und meist auch vermehrter Kotmengen wird als Durchfall bezeichnet. Es ist die Folge einer verminderten Flüssigkeitsaufnahme im Darm, d. h. der Futterbrei wird bei seiner Passage durch den Darm nicht genügend eingedickt und bleibt wässrig. Die ist zu unterscheiden von einer vermehrten Urinausscheidung: Ein „vermehrtes Wasserlassen“ ist nicht ein Anzeichen für eine Erkrankung des Darmes, sondern weist oftmals auf eine Erkrankung der Nieren hin. Nachdem geklärt wurde, ob es sich bei den Ausscheidungen um Durchfall oder „vermehrtes Wasserlassen“ handelt, beginnt ein eingehende Untersuchung des Vogels. Dabei wird sein Allgemeinzustand festgestellt: Ist er aufmerksam-interessiert? Hat er ein glatt angelegtes, gepflegtes Gefieder ? Hat er ein klares Auge? Oder ist er apathisch und sitzt mit aufgeplustertem verklebtem Gefieder und eingesunkenen Augen auf der Stange? Dies sind Kriterien, auf die auch Sie als aufmerksamer Papageienhalter tagtäglich achten sollten, wenn Sie Ihren gefiederten Freund beobachten. Der Ernährungszustand wird überprüft, indem die Bemuskelung beurteilt und der Vogel gewogen wird. Oftmals wird erst dabei festgestellt, was durch das schöne Federkleid verborgen war: Der Papagei ist abgemagert und wohl schon länger erkrankt, als der Besitzer vermutete. Während der Tierarzt den Papagei in der Hand hält, wird auch der Bauch untersucht. Dabei kann er eventuell Geschwülste oder Zysten in der Leibeshöhle ertasten. Aufgrund der bei diesen klinischen Untersuchungsmaßnahmen festgestellten Befunde entscheidet der Tierarzt das weitere Vorgehen: Müssen Röntgenkontrastaufnahmen, Blutuntersuchungen oder Laboruntersuchungen durchgeführt werden ? Mit Röntgenbildern können die inneren Organe des Vogels sichtbar gemacht werden: Verschluckte Fremdkörper, Veränderungen der Form, Struktur und Lage der Organe sowie Geschwülste können dargestellt werden. Mit einer Blutuntersuchung kann die Funktionstüchtigkeit der Organe, des Stoffwechsels und des Elektrolythaushaltes beurteilt werden. Im Labor wird der Kot mikroskopisch untersucht. Dabei können unverdaute Nahrungsbestandteile, Würmer, Einzeller, etc. gefunden werden. Das Anlegen von Kulturen dient dem Feststellen von Bakterien und Pilzen im Kot. Bei Verdacht auf Papageienkrankheit oder TBC wird gezielt auf die Erreger der Papageienkrankheit oder Tuberkulose hin untersucht. Manchmal ist es notwendig, das Futter des Patienten mit zu untersuchen. Bedingt durch die langanhaltende Hitze in diesem Sommer mussten wir eine Zunahme von ernährungsbedingten (Brech-) Durchfällen beobachten: Verschimmeltes, vermilbtes, ranziges oder andersartig verdorbenes Futter (falsche Lagerung) kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Die vorangegangene Aufzählung macht deutlich, dass „Durchfälle“ nicht immer leichtzunehmende Erkrankungen sind, die mit „ein bisschen Kohletabletten unters Futter mischen“ gelöst werden. Die einem Papageien mit einem Gewicht von meist weniger als einem Pfund zur Verfügung stehenden Körperreserven sind natürlich relativ begrenzt und schneller verbraucht als bei Hund und Katze. Insbesondere bei tagelang anhaltenden Durchfällen ist eine gezielte Abklärung der Krankheitsursachen notwendig. © Dr. Nina Ungerechts - MVSt, Wildlife Medicine and Husbandry - (Universität Sydney)